Der Stammtisch
Der Energiestammtisch Thannhausen startete im November 2006

Al Gore. Als ich im Spätsommer 2006 den Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit" sah, da war es für
mich "5 vor 12" was unsere Umwelt angeht! In Gedanken hatte ich schon oft mit der Gründung einer überparteilichen
Plattform, die interessierten Menschen die Möglichkeit für Informationen und einer Mitgestaltung geben könnte, gespielt.
Im Oktober wollte ich starten. Doch da waren dann die Nationalratswahlen und ich machte einen Rückzieher. Der erste Stammtischtermin
war schon in einer Zeitung angekündigt. Ein Herr kam und er gab mir die Gewissheit, dass ich mein Projekt durchziehen sollte. Und das
habe ich bis heute mit Erfolg gemacht!
Zu meiner Person. Ich bin als Diplompädagogin für Ernährung und Gastronomie und an der HLW Weiz
tätig. Ich arbeite gerne mit jungen Menschen. Sie sind es, meine Familie und unsere schöne Umgebung, die mich zu so einer
Initiative bewegten.
Seit 2005 bin ich in Thannhausen Gemeinderätin. Die einzige Grüne und eine von vier Frauen. Wie gering der Wissenstand in Bezug
auf Ökologie und nachhaltige Landwirtschaft, Globalisierung, Energie aus Sonnenlicht, faire Wirtschaft und Verkehr ist, erstaunt mich
immer wieder.
Treffpunkt. Seit Oktober 2006 findet der Energiestammtisch am 12. jedes Monats (wegen "5 vor 12") statt.
Meist treffen wir uns um 19.00 Uhr im GH Allmer auf der Wegscheide oder beim Seminarhotel Ederer am Weizberg. Ich wollte den
"Energiestammtisch Thannhausen" bewusst an den Gemeindegrenzen abhalten. Übergreifend, überparteilich und offen
für alle, so sollte er sein. Nicht nur für meine GemeindebürgerInnen!
Fällt der 12. auf einen Samstag oder Sonntag, so habe ich bisher Ausflüge zu einem energetisch
interessanten Ort angeboten!
Ziel. "Mit den Ressourcen gut umgehen, kann nur der Mensch, der auch das Wissen dazu hat!" Der Stammtisch soll
in seiner Regelmäßigkeit Bewährtes und Beständiges vermitteln. Dazu soll es themenbezogene Informationen von
beheimateten ExpertInnen geben.
Diese Gesprächsrunden sollen
• uns sensibilisieren, damit wir mit unseren regionalen Ressourcen besser umgehen.
• uns solidarisieren, weil der Erfahrungsaustausch gemeinschaftlich vereint.
• neue Ideen und Einsichten durch unseren Gedankenaustausch fördern.
• mobilisieren, weil wir Alternativen erkennen.
• daraus vielleicht sogar neue technische Umsetzung entstehen lassen.
So meine Gedanken im Herbst 2006. Dazu wollte ich viele Menschen einladen, die mitreden sollten. Deshalb kam ich auf die Idee der
Stammtischgespräche. Das heißt, es kann jede und jeder hinkommen und mitreden. Alle TeilnehmerInnen sind gleichwertig.
Es gibt keine Hierarchie. In lockerer Gasthausatmosphäre finden philosophische und innovative Gespräche statt. Es gibt kein
zeitliches Limit. Open End für alle TeilnehmerInnen! Im Mittelpunkt davon steht das Bestreben, dass es der Erde und ihren BewohnerInnen auch in Zukunft gut gehen sollte.
Ein schönes Gefühl. Und die Menschen kamen, lauschten und staunten und kamen untereinander ins Gespräch! Mittlerweile
habe ich mehr als 30 Stammtische organisiert und ich durfte so manches dazulernen. Es ist jedes Mal spannend, welche Leute kommen und
ich bin immer wieder von ihren Beiträgen, Lebensweisheiten und Ideen beeindruckt.
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